Klimaidee

Aus Transition-Waedenswil Wiki
Version vom 31. Oktober 2020, 03:46 Uhr von Raphi (Diskussion | Beiträge) (Innere und äussere Anpassung)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Projektseite Homepage: https://transition-waedenswil.ch/klimaidee

Die Klimaidee Wädenswil ist ein zivilgesellschaftlich verankertes, regeneratives Lokalentwicklungsprojekt. Es hilft den WädenswilerInnen mit Wissen und Praxis den Transformationsprozess hin zu einer Gesellschaft mitzugestalten, welche punkto Ressourcenverbrauch die planetaren Grenzen respektiert und ihre Beziehungen und Handlungen gegenüber den jetzigen und nachfolgenden Generationen von Menschen, Tieren und Pflanzen fair und solidarisch gestaltet. Ganz konkret geht es um die lokale Ernährungs- und Konsumwende und um nichts weniger als «Das Gute Leben für Alle». Der Projektrahmen orientiert sich an den Nachhaltigkeitszielen der UNO (SDGs), den Klimazielen des Bundes und dem ökologischen Vorrangmodell und setzt darüber hinaus den Fokus auf regenerative Methoden und Prozesse. Die Kapitalisierung der Teilprojekte soll zum Grossteil durch ein lokales CO2-Kompensationsmodell sichergestellt werden.

Hintergrund

Unser Umweltverbrauch

Die Bevölkerungen westlicher Staaten verbrauchen durch ihren globalisierten Lebensstil unverhältnismässig viele Ressourcen (Stichwort: Externalisierungsgesellschaft). Speziell die Bereiche Nahrungsmittelproduktion und -bereitstellung, Energieerzeugung und -bereitstellung, Mobilität und das Konsumieren von Gütern und Dienstleistungen aus dem globalen Markt wirken sich negativ auf die ökologische wie auch soziale Bilanz unserer Länder aus. Der Ökologische Fussabruck der Schweiz ist mitunter einer der höchsten aller vergleichbaren Staaten; wenn alle Länder so lebten wie wir, benötigten wir die Ressourcen von rund 3 Erden. Dies entspricht 4.7 globalen Hektaren (gha) (vgl. http://data.footprintnetwork.org/#/, Daten von 2016)⁠. Dass wir nur eine Erde zur Verfügung haben, muss wohl nicht speziell erwähnt werden. Wir hinterlassen den folgenden Generationen durch unseren jetzigen Lebensstil also massive ökologische Schulden, indem wir deren Naturkapital bereits heute verbrauchen.

Ökologischer Fussabruck der Schweiz 2016 (Quelle: http://data.footprintnetwork.org/#/, 2020)

Herausforderung Ernährungssystem

Unsere Herausforderungen liegen in den Bereichen Biodiversitätsverlust, Bodenversiegelung/-verdichtung, Überdüngung – alles Themen mit massgeblicher Beteiligung der Landwirtschaft – und im Ausstoss von Treibhausgasen (Schweizer Bundesrat, 2018)⁠. Denn viele unserer Prozesse und grundlegenden Bereitstellungsstrukturen basieren (noch) vorwiegend auf fossiler Energie wie Erdöl oder -gas. Deren Extraktion aus dem Erdmantel ist nicht nur mit mannigfaltigen umwelttoxischen Wirkungen verbunden, sondern schädigt, durch Ressourcenkriege und wirtschaftliche Nicht-Teilhabe, auch lokale Gemeinschaften nachhaltig. Fossilenergie wird zur Bereitstellung von Wärme und Strom in Verbrennungsreaktionen zu Kohlenstoffdioxid (CO2) oxidiert. Dieses für das Gedeihen unserer Pflanzenbiomasse unverzichtbare Gas entweicht in die Erdatmosphäre. Die relative Trägheit des natürlichen, globalen Kohlenstoffzyklus kann die hohe Gasfracht jedoch nicht innert für menschliche Verhältnisse nützlicher Frist “verarbeiten”. Dies führt, nebst dem Umstand, dass die Reserven an fossilen Brennstoffen immer unwirtschaftlicher zu erschliessen und grundsätzlich nicht erneuerbar sind, zu globalen Klimaveränderungen aufgrund von Treibhauseffekten. Der Anteil CO2 in der Erdatmosphäre hat sich seit der vorindustriellen Zeit um rund 40 % erhöht und steigt weiter (Riebeek, 2011).

Dabei spielt auch unser Ernährungssystem als Ganzes, von der Lebensmittelproduktion bis zum Einzelhandel, eine gewichtige Rolle und ist für ein Drittel aller Treibhausgase verantwortlich. Gleichzeitig ist die Landwirtschaft besonders stark vom Klimawandel bedroht (Darmaun et al., 2019)⁠. Das müssen wir ändern, wenn wir bleiben wollen. Lösungsansätze sind vorhanden, monetäres und kreatives Kapital auch. Was es nun braucht, sind AkteurInnen, die in ihren lokalen Gemeinschaften aktiv werden und selbst-wirksam die nötigen Veränderungen anstossen und mitgestalten, die mannigfaltigen Handlungsspielräume nutzen. Dies auch als «erwachsene» und unmittelbare Antwort auf die medienwirksamen Klimaproteste der Jugendlichen. Hier will das Projekt «Klimaidee Wädenswil» ansetzen - lokal, fair, regenerativ.

Vorbild: Ökoregionen

Für den generationenverträglichen, ganzheitlichen Wandel unserer Stadt sind breitenwirksame Massnahmen und ein tiefgreifender Kulturwandel nötig. Ein paar isolierte Nachhaltigkeitsprojekte garantieren kein Entkommen aus dem Nischendasein. Es braucht eine Initiative, die bestehendes vernetzt und innovatives etabliert und welche über das gesamte gesellschaftlich-kulturelle Spektrum wirken kann; also vom primären Sektor und der Energiebereitstellung über die Konsumgewohnheiten und die soziale Teilhabe bis hin zur Nachhaltigkeitsbildung und Informationsakquise.

Vorbild für eine solch ganzheitliche Initiative könnte uns die Ökoregion Kaindorf in der Oststeiermark (AT) sein, die sich als Modellregion einer ökologischen Kreislaufwirtschaft und der CO2-Neutralität verschrieben hat und bereits seit 2007 wirksame Projekte umsetzt. So zum Beispiel ein landwirtschaftliches Humusaufbauprogramm mit lokaler CO2-Kompensation oder auch mannigfaltige Projekte für enkeltaugliche Mobilitätslösungen.

Nachfolgend ein paar interessante Weblinks zu Projekten der Ökoregion Kaindorf:

Projekthauptseite https://www.oekoregion-kaindorf.at/index.php?id=328
Humusaufbau https://www.oekoregion-kaindorf.at/humusaufbau.95.html
Mobilität https://www.oekoregion-kaindorf.at/index.php?id=330

Unsere Klimaidee

Den Kulturwandel mitgestalten

Bist Du bereit für einen Wandel? Einen Kulturwandel, der unseren Gesellschaftsentwurf in fairere Bahnen lenkt und das Lokale wieder wertschätzt? In Wädenswil sehen wir ein grosses Potential für eine klimawirksame, regenerierende Veränderung. Wir sind überzeugt: Es braucht einen tiefgreifenden Kulturwandel, eine Vernetzung und Konsolidierung der bestehenden Nachhaltigkeitsprojekte und -akteurInnen, ein gemeinsames «in Aktion treten». Es braucht eine Initiative wie die «Klimaidee Wädenswil».

Unser Credo

Wir wollen in Wädenswil eine enkeltaugliche, CO2-neutrale Kultur etablieren. Durch lokale CO2-Zertifikate generieren wir die dafür nötigen Mittel zur Kapitalisierung der ökologisch-sozial und später auch wirtschaftlich tragbaren Projekte. Die Klimaidee Wädenswil stösst damit den breitenwirksamen Wandel hin zu einem enkeltauglichen, lebenswerten und zukunftsfähigen Wädenswil an.

Grundlegende Mechanik

Das Projekt “Klimaidee Wädenswil” baut auf freiwilliger CO2-Kompensation von Firmen und Privaten auf. Die Gelder fliessen direkt in lokale Projekte zur Förderung einer enkelgerechten Entwicklung und zur Schaffung resilienter Strukturen mit starker Gemeinwohlorientierung; beispielsweise zur Förderung von Massnahmen für den landwirtschaftlichen Bodenhumusaufbau oder den vermehrten Konsum lokal produzierter Lebensmittel. Die CO2-Kompensationen für einen Flug, eine Veranstaltung oder den eigenen Betrieb könnten beispielsweise über ein öffentliches, fundiertes Berechnungswerkzeug wie myclimate kalkuliert werden. Zu finden unter https://www.myclimate.org/de/kompensieren/. Der erhaltene Betrag wird dann an die lokale “CO2-Börse” (Fonds der Rechtsform der Klimaidee Wädenswil) einbezahlt, die daraufhin ein Kompensationszertifikat ausstellt und das Kapital den entsprechenden Teilprojekten zur Verfügung stellt. Die Projektgelder sollen möglichst lange lokal zirkulieren, um Mehrwerte zu potenzieren und den Kapitalabfluss in globale Märkte zu unterbinden (vgl. Plugging the Leaks).

Folgende Abbildung verdeutlicht grafisch den Mechanismus der Projektidee. Ein detaillierter, praxisorientierter Beschrieb des lokalen Zertifikathandels am Beispiel Humusaufbau in der Landwirtschaft findet sich hier.

Vereinfachtes Schema der Abläufe innerhalb der lokalen CO2-Kompensation des Projekts Klimaidee Wädenswil (Quelle: Bünter, 2020)

Zielsetzung

Unsere Hauptziele sind eine enkeltaugliche1 Entwicklung und die Etablierung einer CO2-neutralen Kultur in der Stadt Wädenswil. Zur Erreichung dieser Ziele stellen wir uns im Wesentlichen folgende Aufgaben:

  • Finanzierung von Projekten zur Reduktion und Kompensation von Treibhausgasen auf dem Stadtgebiet
  • Unterstützung von Projekten innerhalb der lokalen Wertschöpfungskette, welche nachhaltige Lösungen aufzeigen (vgl. [1] Grobkonzept Abschnitt 2.4.2)
  • Unterstützung von Projekten zur Kulturschaffung im Rahmen des erweiterten Projektzwecks

Prinzipien & Leitplanken

Wir orientieren uns am Prinzip der Erneuerbarkeit (Regeneration) und dem Denken in Kreisläufen (Zirkulärwirtschaft). Die Klimaidee Wädenswil ist darum ein Projekt zur regenerativen Regional-/Lokalentwicklung und ihre wirtschaftlichen Tätigkeiten dienen der Steigerung des Gemeinwohls. Folgende Abbildung die Teilsphären des Projekts «Klimaidee Wädenswil». Diese wirken als Einflussfaktoren auf den zugrundeliegenden, lokalen Wertschöpfungsraum Wädenswil.

Grafische Darstellung der Teilsphären der Klimaidee Wädenswil (Quelle: Bünter, 2020)

Wir streben die Wiederentdeckung respektive Neuetablierung lokaler Wertschöpfungsräume im Bereich Ernährung, Wohnen, Mobilität und Konsum an. Im Zuge dieser Re-Lokalisierung geht es im Kern auch um die Wädenswiler Landwirtschaft und ihre Produktivität, ihre Absatzmärkte, die Schwierigkeiten, die Finanzen – zentraler Aspekt der Klimaidee Wädenswil ist die Frage nach dem lokalen Selbstversorgungsgrad mit Nahrung und weiteren Gütern des täglichen Bedarfs. Darüber hinaus geht es um ein lebendigeres Wädenswil, eine kulturelle Aufwertung, die Frage nach «dem guten Leben für Alle» und ein faireres Miteinander und Verständnis von Produzierenden und Konsumierenden.

Die geförderten Teilprojekte orientieren sich einerseits am ökologischen Vorrangmodell der Hauptsäulen der Nachhaltigen Entwicklung (Ökologie, Soziales, Ökonomie), den planetaren Gesetzmässigkeiten und Grenzen, den Klimazielen des Bundes sowie den Nachhaltigkeitszielen der UNO (Sustainable Development Goals) und werden flankiert durch die Maximen der Subsistenz (mehr Selbstversorgung), Suffizienz (kreative Reduktion des Materialismus) und Subsidiarität (mehr Selbstbestimmung). Wir sprechen darum vielfach von einer gerechten Entwicklung innerhalb der bestehenden und gegenüber den kommenden Generationen oder auch von einer enkeltauglichen Entwicklung innerhalb der planetaren Grenzen.

Lokales im Fokus

Ein paar kritische Punkte für die Neuetablierung lokaler Strukturen (verändert nach DTNI, 2019;⁠ Ward & Lewis, 2002)⁠:

  • Lokal zirkulierende Geld- und Warenströme wirken als Multiplikator für die enkeltaugliche Regionalentwicklung:

Der Konsum von Gütern und Dienstleistungen am Globalmarkt (Handelsketten, Internet) lässt permanent Kapital aus den lokalen Märkten abfliessen, wo es jedoch für die nachhaltige Entwicklung und Entstehung einer resilienten Lokalwirtschaft dringend nötig wäre.

  • Eine inklusive und vernetzte Lokalökonomie mit starkem Finanzplatz eröffnet sich und der zugrundeliegenden Gemeinschaft unbeschränkte Handlungsfelder:

Um sich gegen «Globalplayer» durchzusetzen, müssen sich lokale KMU, die Zivilgesellschaft und die Politik operativ vernetzen (assoziative Wirtschaft) und gemeinsam für ihren Wertschöpfungsraum einstehen (Selbstermächtigung) → der Multiplikatoreffekt für jeden CHF der lokal ausgegeben und zirkuliert wird, kann sich so potenzieren und die lokale Wirtschaft auch ohne Kapital von Aussen prosperieren lassen.

Klimawandel als Kulturwandel

Wir wollen nicht einfach ein neues Geschäftsmodell in der Nachhaltigkeitsbranche etablieren, sondern einen umfassenden, transformativen Kulturwandel – der auf einer regenerativen Lokalentwicklung fusst – auf den Weg bringen. Der Klimawandel als Kulturwandel.

Innere und äussere Anpassung

Im Endeffekt betreffen die angedachten Teilprojekte und Massnahmen das “Klima” in zweierlei Hinsicht (Hypothesen):

Intrinsischer Klimawandel:

im Sinne eines Kulturwandels der menschlichen Beziehungen untereinander und zur Mitwelt. Ein Beziehungsklimawandel, der enkeltaugliche Systeme erst wirklich ermöglicht – Gerechtigkeit, Nichtausbeutung, Kooperation und gesundes Wachstum. Im Gegensatz zur heutigen «Lösung» mit permanentem Wettbewerb und Konkurrenz um Ressourcen, und damit verbunden, Existenzängste, die unser Nervensystem traumatisieren und den Status Quo noch mehr zementieren (Angst = Lähmung).

Extrinsischer Klimawandel:

als Anpassung des lokalen Gesellschaftsentwurfs an die veränderten, äusseren Klimabedingungen. Als Folge bewussterer Ernährungs- und Konsumverhalten mit Fokus auf Lokalität und einem bewussteren Umgang mit Natur und Umwelt durch gezielte Bildungs- und Beratungsmassnahmen kann auf der Handlungsebene effektiv ein niedrigerer CO2-Ausstoss erreicht und somit die Klimaanpassung in Wädenswil gefördert werden.

Transformationsprozess

Diese Doppeldeutigkeit kommt im Projektnamen KLIMAIDEE voll zur Geltung: Lokal den externen Klimawandel, die Veränderungen der Langzeitwetterverhältnisse, mit nötigen Anpassungen unseres Gesellschaftssystems zu integrieren, also uns zu adaptieren, sowie den internen Klimawandel, der unsere Beziehungskultur betrifft, mit entsprechenden Projekten und Dialog voranzutreiben, die falschen Systemzwänge abzulegen und Wahrheit, Freiheit und Verantwortung zuzulassen.

Die folgende Abbildung verdeutlicht plakativ die Absicht der Klimaidee Wädenswil: der dadurch angestossene transformative Prozess wird durch konkrete Aktion unsere lokale Kultur verändern und die Diversität fördern, was zu resilienten Strukturen und enkeltauglichen Systemen führt.

Der Transformationsprozess, angestossen durch die Kapitalumlagerungen und das Aktionspotential der Klimaidee Wädenswil, soll zu resilienten und nachhaltigen Systemen führen (Quelle: Bünter, 2020)

Kulturlokal für den Kulturwandel

Für die Projektentwicklung erachten wir ein Kulturlokal (Wandel-Hub oder Wandel-Zentrale) als zentral, in dessen Räumen sich das kreative Kapital entfalten kann – Gemeinschafts-Arbeitsplätze, Einmach-Werkstatt, Unverpackt-Einkaufsmöglichkeiten und kulturelle Angebote inklusive?!

Grobkonzept

Das Anfang 2020 erarbeitete Grobkonzept ist das Resultat unserer Vorarbeit zum lokalen «Klimawandel». Es enthält nebst den ideellen und theoretischen Grundlagen und den konkreten Lösungsvorschlägen für die 4 Arbeitsgruppen (vgl. Folgeabschnitt) auch einen präliminären Zeit- und Budgetplan, Ausblick und offene Fragen (Kapitel Planungshorizont). Die Konzeptarbeit wurde freundlicherweise durch die Landschaftsentwicklungskommission der Stadt Wädenswil finanziell unterstützt.

Arbeitsgruppen & konkrete Massnahmen

Die Ausarbeitung von konkreten Teilprojekten - dem zentralen Aspekt des beschriebenen Kulturwandels - erfolgt in Arbeitsgruppen (AGs). Die Teilprojekte (Massnahmen) werden monetär gespeist durch den vorgängig beschriebenen Mechanismus der freiwilligen CO2-Kompensation. Die AGs sollen demografisch möglichst breit aufgestellt und basisdemokratisch organisiert sein. Zumindest eine Vertreterin jeder mitgestaltenden Partnerorganisation, relevanten Berufs- oder Branchengruppe und der betroffenen Verwaltungseinheit sollte in der entsprechenden Arbeitsgruppe Einsitz nehmen und ihre Ansichten und Lösungen einbringen. Die angedachten AGs umfassen bis anhin 1) Landwirtschaft & Humusaufbau, 2) Energie & Mobilität, 3) Einkauf & Konsum sowie 4) Bildung & Beratung.

Die AGs sind mit Kurzbeschrieb nachfolgend gelistet. Hintergrundinfos und detaillierte Massnahmenbeschriebe sind auf den AG-spezifischen Seiten über die Links erreichbar.

AG1 - Landwirtschaft & Humusaufbau

Abriss: Regenerative, ressourcenschonende Bewirtschaftung unserer Lebensgrundlagen → CO2-Bindung im Boden, Bodenaufbau, verlustarme und effektive Düngerwirtschaft, Agroforst-Systeme

Massnahmen: Lokales Humusaufbauprogramm, Kompostierung & Düngemittelstabilisierung, Pflanzenkohleeinsatz, Agroforstsysteme, angepasste Grünlandbewirtschaftung/Weidemanagement, Komposttee

AG2 - Energie & Mobilität

Abriss: Anreize schaffen für intelligentere Energielösungen → Regenerative Energiebereitstellung, Heizsysteme und Mobilität

Massnahmen: Heizungen mieten statt kaufen, Elektro-Carsharing und kombinierte Mobilität

AG3 - Einkauf & Konsum

Abriss: Regenerative Konsumkultur mit Fokus auf klimafreundliche, lokale Erzeugnisse und deren Genuss → gemeinschaftlich, fair, selbstbestimmt

Massnahmen: Ernährungsrat & -strategie, Nahrungsmittel-Kooperativen, neuartige Gemeinschaftsverpflegung

AG4 - Bildung & Beratung

Abriss: Bewusstseins- und Aktionswandel durch lokal wirksame Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung → Nachhaltigkeitsbildung/-beratung, Umsetzung ressourcenleichter Lebensstile, kreativ reduzieren, Schule auf dem Bauernhof

Massnahmen: Informations-Aktions-Kampagne «Ressourcenleichter Lebensstil», Materiell reduzieren? Lokal Anreize schaffen!, Schulbildung/Projektwochen «Kreativ Reduzieren»

Detailinfo Massnahmenbeschriebe

Den Massnahmen sind jeweils Wirkungs- und Umsetzungsziele zugeordnet. Dies schafft Konsistenz mit dem Wädenswiler LEK-Fachbericht. Zudem werden mögliche bereits vorhandene (✓) oder potentielle (∞) Synergieprojekte aufgelistet. Hierzu nochmals der Link zum Grobkonzept; Massnahmenbeschriebe ab S. 18.

Projektphasen & Entwicklungsschritte & Meilensteine

Teiletappen & Budgetierung

Zum jetzigen Zeitpunkt ist das Projekt «Klimaidee Wädenswil» noch in der Initialphase. Das Grobkonzept soll primär die Herleitung der Grundidee und deren theoretischen Rahmen verständlich machen. Eine detaillierte Planung für Zeitaufwand, Finanzen, Erfolgsmessung und Meilensteine wird im Verlauf der Detailplanung (Ende 2020–Anfang 2021) stattfinden. Die momentanen Kostenträger sind oder waren: verschiedene Sitzungen mit ExpertInnen, Rechercheaufwand, Ausarbeiten der vorliegenden Dokumentation, Organisation der Start-Infoveranstaltung (Vorsommer 2020) und Netzwerketablierung. Diese Kosten sollten durch die beantragten Mittel der LEK abgegolten sein. Der Antrag wurde im Dez 2019 mit Budget CHF 4000.00 angenommen.

Um die Detailerarbeitung fundiert voranzutreiben, könnten über kantonale oder nationale Förderprogramme Mittel beantragt werden (Ressourcenprogramm Bund, Regionales Entwicklungsprogramm, Innovativi Puure Strickhof oder Stiftungen → vgl. dazu auch Grobkonzept Kapitel 4. Dies würde den Infrastrukturaufbau begünstigen und eine professionelle Ausgangslage für die Produktivphase ermöglichen. Die Kerngruppe hat sich deshalb entschieden per 30.09.2020 beim ARE Fördergelder zu beantragen.

Zeitplan & Meilensteine

Nachfolgende Tabelle zeigt die momentane Entwicklung des Projekts mit den grob eingeteilten Arbeitspaketen und inkludierter Zeit- und teilweise Finanzbudgetierung:

Zeitraum Arbeitspaket Detailbeschrieb
12.2019 LEK-Förderantrag Vorstellung der Grundidee an LEK; Budgetantrag CHF 4'000 für Grobkonzept/Veranstaltungen
01-03.2020 Erarbeitung Grobkonzept Projekt-Grundlagen, Rahmenbedingungen, Ideensammlung und Lösungsvorschläge
06.2020 Informationsaustausch Grobkonzept Inhalte des GroKo der LEK/Stadt präsentieren, weiteres Vorgehen kommunizieren
06-07.2020 Organisationsentwicklung, Aufbau Kerngruppe Ressourcen planen, Fokus setzen, Ziele bis Ende 2020, etc.
08-10.2020 Planung Runde Tische AG1 & AG3 Plenarsitzungen für Ansprungsgruppen im Bereich Konsum/Produktion; öffentliche Initialveranstaltungen mit Fachinputs und Diskussionen
08-10.2020 Ausarbeitung Förderantrag ARE Projekteingabe im Rahmen der ARE-Förderung Nachhaltige Lebensstile (Stichtag: 30.09.2020); Budgetantrag CHF 20'000 -> Aufbau Infrastruktur & Geschäftsstelle
11.2020 1. Runder Tisch Landwirtschaft Abklärung Bedürfnisse & Ansatzpunkte für Wädenswiler LandwirtInnen, begleitet durch Agridea & ZHAW, Gründung Arbeitskreis "Klimabauern Wädenswil" -> Initialzündung für lokale Bewegung für regenerative Agrarpraxis

Projektkommunikation & -vernetzung

Zur internen und externen Kommunikation bieten sich in der heutigen Zeit mannigfaltige Möglichkeiten an. Im Sinne der eigenen Projektleitlinien versuchen wir ethisch vertretbare digitale Kommunikationsmittel zu nutzen; dezentrale, datensichere Free Software-Lösungen, nach Möglichkeit auf unserem eigenen Serverspace. Dies betrifft speziell die sogenannten Sozialen Medien.

Ein paar Plattformen, die bereits existieren und genutzt werden können (das Rad nicht neu erfinden), werden nachfolgend gelistet.

Bereich Plattform Wo? Wie?
Extern Projektseite Homepage TTWW https://transition-waedenswil.ch/klimaidee Webmasterin TTWW, Geschäftsstelle Klimaidee
Halbintern Klimaidee-Wiki Wissensplattform https://wiki.transition-waedenswil.ch/Klimaidee erweitertes Grundlagenwissen zu Projekt, laufende Updates der Arbeitsgruppen
Intern Cloudspeicherdienst SWITCH (CH-gehostet, datensicher) https://drive.switch.ch/xxxx Kerngruppe, Verantwortliche der Arbeitsgruppen, Geschäftsstelle
Intra Physische Sitzungen Lokalitäten in Wädenswil (bspw im zu schaffenden Kulturlokal!) Kerngruppe, Mitwirkende der Arbeitsgruppen
Terminfindung DUDLE (auf TTWW-Server) https://dudle.transition-waedenswil.ch frei zugänglich
Online-Texteditor & Chat ETHERPAD (auf TTWW-Server) https://etherpad.transition-waedenswil.ch frei zugänglich

Nützliche Links & Apps